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6 Stunden Nässetest

Dieses Thema im Forum 'Motorradbekleidung und Helme' wurde von Paulie gestartet, 4 September 2012.

  1. Paulie

    Paulie

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    Aurich
    Moin,

    am Freitag konnte ich ausgiebig die Regenfestigkeit meiner Ausrüstung testen. Abfahrt 11.00 im Dauerrregen mit Polo Regenhose und Polo Regenjacke, Daytona Goretex Stiefel (40 EUR bei ebay), Tuareg Sommerhandschuhe und BMW Vario Koffer.

    Hose:
    Nach 20 km Wasser in der Hose, die Hose hat ein Leck, das Wasser sammelt sich bei 12,5 ° Außentemperatur an einer Stelle wo ich es lieber warm habe. Km 34 Stop beim BMW Händler in Leer, teure BMW Regenhose Klimakomfort 2 gekauft. Ich: Wenn die nicht dicht ist, bringe ich die Montag wieder. Die Hose lässt sich aussen am Bein komplett öffnen, das erleichtert den Einstieg enorm. Sie war tatsächlich dicht.

    Handschuhe:
    Die ganze Tour fuhr ich mit nassen Händen, hatte ja Heizgriffe, was am Ende keine gute Idee war. Die Farbe des Handschuhs hatte sich in die Handfächen festgesetzt, am linken Daumen durch die Nässe ein Hautabriss unter dem Daumenngel, mit anschließender Entzündung (war wohl zu sehr durchgeweicht).

    Jacke:
    Die Polo Regenjacke ist für Störchenhälse gebaut, ich bekomme den Klettverschluss am Hals nicht zusammen. Gut: die Innenkapuze. Durch die nassen Handschuhe kroch die Feuchtigkeit langsam die Ärmel hoch, war aber noch ok. Am Hals trat ständig Wasser ein, so daß die Feuchtigkeit in das Helmfutter hochwanderte. Ich will jetzt die BMW Jacke :)

    Schuhe:
    Die Daytonas hielten meine Füsse knochentrocken

    Koffer:
    Womit ich nicht gerechnet habe, die Koffer blieben innen total trocken.

    Wunderlich Tankrucksack mit Regenhaube
    Knochentrocken

    So far, Paulie
  2. Gast

    Gast Guest

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    Ein Trost, spätestens auf der Haut läuft das Wasser ab. ;)
  3. OnkelDittmeyer

    OnkelDittmeyer

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    Was lernen wir daraus? Es geht nichts über Gore Tex.
    Am Hals bekommst Du meiner Erfahrung nach keinen Anzug richtig dicht.
    Deshalb habe ich mir eine Sturmmaske zugelegt, deren Hals-Teil wasserdicht ist. Funktioniert.
  4. Onkel Schorsch

    Onkel Schorsch Guest

    Registriert seit:
    Hach ja, Regenfahrten. Keiner mag sie. Und doch zeigt sich hier immer wieder die Qualität der Ausrüstung.

    Hosen:
    Ich habe eine IXS aus 2000. Mit der hatte ich schon einen Ausrutscher auf einer fetten Ölspur. Die Hose wurde im Werk repariert, da das Goretex aufgeschürft wurde. Die ist noch immer dicht, außer im Schritt.
    Außerdem habe ich eine Halvarssons Montana (gibt es nicht mehr) mit Teils Leder und Teils Tex. Auch bei der wird es nur im Schritt feucht.
    Deshalb ziehe ich auch bei wasserdichten Hosen immer noch eine Regenhose (bei mir von Hein G.) über. Das hilft auch wegen der weiteren Lage eine weitere Wärmeschicht aufzubauen. Ansonsten müsste ich wohl eine Inkontinenz-Unterhose tragen.

    Handschuhe:
    Da habe ich mehrere zur Auswahl. Dank Handprotektoren am Motorrad sind Regenhandschuhe kaum noch in Gebrauch. Meist fahre ich mit den Sommerhandschuhen mit belüftetem Mesh-Material auch im Regen. Wird zwar schnell nass, aber auch schnell trocken.
    Reine Lederhandschuhe sind toll. Z.B. die mit Känguruh-Leder von Held. Aber bei Nässe sind die wie ein altes Ledertuch nachdem ich mein Auto abgeledert hab.
    Für die Übergangszeit habe ich von Held welche mit Goretex. Die sind noch dicht und halten auch warm.
    Für die Winterzeit habe ich sowohl dickere von Held als auch die 2-Finger-Flossen von Louis. Beide sind schön warm und auch dicht.

    Jacken:
    Früher fuhr ich nur mit IXS-Jacken. Kann mich nicht erinnern, darunter mal nass geworden zu sein. Aber der Stoff wird extrem nass und die Jacke schwer. Außerdem kommt durch die nasse Stoffschicht Kälte auf, was keinen Spaß macht.
    Unter einer echten Regenjacke geh ich in meinem eigenen Mikroklima ein.
    Deshalb bin ich froh, das es von Halvarssons die Kombination mit einer Unterzieh-Safety-Jacke und passenden Überziehjacken gibt. Im Sommer kommt eine schön belüftete Mesh drüber. Bei Wind, Nässe und Kälte kommt eine atmungsaktive Jacke in Neongelb oder Neonorange drüber. Die Orange ist dicht. Die Gelben sind aus der Anfangszeit und neigen schon mal an manchen Stellen dazu Feuchtigkeit zu transportieren. Deshalb muss die auch immer gut imprägniert werden, damit die Regentropfen gleich abperlen und gar keine Chance mehr haben, sich ihren Weg nach innen zu suchen.

    Schuhe:
    Es geht nichts über Daytona. Solange das Material nicht wegen Altersschwäche bricht, sind sie dicht. Die kosten zwar im Vergleich zu anderen richtig gutes Geld, aber sie sind sau-bequem, sicher und dicht. Außerdem hat Daytona einen guten Service und ist zudem noch eine deutsche Firma.

    Koffer/Tankrucksack:
    Habe die Vario-Koffer mit Original-Innentaschen und den Touratech-Tankrucksack ohne Regenhaube. Alles dicht. Hatte nur mal leicht Wasser im Koffer, als ein Gummi-Puffer unten fehlte. Das ist m.E. blöd gelöst, da der nur eingestöpselt ist und sich lösen kann. Besser einen Koffergleiter drunter kleben oder schrauben.

    Viel Spaß im Spät-Sommer und Früh-Herbst wünscht Scotti