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ABS und seine Tücken.

Dieses Thema im Forum 'Bremsen' wurde von KWE gestartet, 16 November 2010.

  1. KWE

    KWE

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    Mal ein kleiner Erfahrungsbericht zum ABS. :mad:

    Vor einigen Wochen bin ich mal einen kleineren geteerten Verbindungsweg gefahren den ich noch nicht vorher kannte.

    Eigentlich super Straßenbelag und kein Grund das ABS vorher zu deaktivieren.

    Der Weg mündete relativ stark abschüssig in eine Bundesstraße und das konnte ich aufgrund einer Kuppe leider nicht rechtzeitig sehen.
    Dummerweise war genau auf dem abschüssigen Stück alles voll mit abgeschwemmten Schlamm des Feldes nebenan. :eek:
    ABS - Verzögerung = 0
    Schlussendlich bin ich mitten auf die Bundesstraße gerollt und da zum Stehen gekommen. :haendler:
    Zu meinem Glück kam da gerade kein Auto.
    Als Geländefahrer habe ich mich hier ganz schön als blinder Passagier gefühlt und alle meine Erfahrung hat hier nichts gebracht.

    Vielleicht sollte man mal darüber nachdenken, das ABS auch während der Fahrt deaktivierbar zu machen oder wisst Ihr immer alle vorher, wie sich die Straßenverhältnisse ändern?
    hj.gif
  2. Knut

    Knut

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    Nasser Matsch auf der Straße bewirkte also, dass das ABS die Bremsleistung auf Null runterregelte.
    Und warum glaubst Du, dass ohne ABS, die Bremsleistung besser gewesen wäre?
    Ich würde eher vermuten, dass das ABS ein blockierendes Vorderrad verhindert hat. Bei MIR hätte das mit Sicherheit zum Sturz geführt und ich wäre auf der Bundesstraße nicht zum Stehen, sondern wohl eher zum Liegen gekommen.
    champagnero und Detman gefällt dies.
  3. Joe Byrne

    Joe Byrne

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    Das es seltene Fälle gibt, in denen ABS nachteilig sein kann ist nun wahrlich nichts neues. Allerdings nicht in diesem Fall:


    Das ist schlicht und ergreifend ein Fall von nicht angepasster Geschwindigkeit.
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  4. Lutzz

    Lutzz

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    Moin,

    Es gibt sicherlich Situationen in denen das ABS Leib und Leben rettet, oder unser schönes Moped vor "Narben" bewahrt, aber ich habe das Regelverhalten auch noch nicht so ganz verstanden.

    Bin mal in eine ähnlich brenzlige Situation geraten.
    Nach einem Überholvorgang kurz vor einer Kurve wollte ich bei welligem Straßenbelag scharf anbremsen und dann in die Kurve legen.... daraus wurde nichts.... Bremswirkung auf dem etwas welligem Belag fast 0. Bin dann mit Panik im Blick auf die Gegenfahrbahn geraten und gerade noch mit ach und krach kurz vor dem Graben durch die Kurve gekommen. Zum Glück war auf der Gegenfahrbahn auch kein Auto, sonst hätte wieder in der Zeitung gestanden: Am Wochenende wieder Motorradraser tötlich verunglückt.....
    OK, ich war recht zügig unterwegs, aber definitiv nicht zu schnell. Mit jedem meiner bisherigen Motorräder, alle ohne ABS, wäre das nicht passiert.

    Würde das auch gut finden, wenn man das ABS während der Fahrt abschalten könnte, bezweifle aber, ob ich in den paar Sekunden daran gedacht hätte. Für den spontanen Ausritt ins Gelände würde ich das gut finden, dann brauch man nicht immer vorher anhalten.

    Muß mal im Winter ein bischen rumexperimentieren, vieleicht reicht es ja, wenn man der ABS Steuereinheit per Schalter die Versorgungsspannung klaut...... wird dann aber zu einem Fehler im Fehlerspeicher führen und sich wohl ohne "Reset" bzw. Zündung ein/aus nicht wieder rückgäng machen lassen... hat das schon mal jemand probiert?


    Ciao
    Lutz
  5. rubbermuh

    rubbermuh

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    Das ABS der F800 scheint etwas zu sensibel zu reagieren; wo mein Sohn mit einer V-Strom im Schotter mit ABS noch locker bremsen kann, macht meines ständig auf. Da hat BMW halt wieder was besseres verbaut ;) !
    Aber Knut - einem Trialer trau' ich schon zu, daß er ohne ABS besser reagieren kann, als wenn ihm jemand ständig dreinpfuscht :mrgreen: :idea: .... .

    Grüße,
    Andi
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  6. Rub al-Khali

    Rub al-Khali

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    Sehe das genau so wie Joe.
    Die Schuld in diesem Fall auf das ABS zu schieben wäre wirklich zu einfach. Nicht ohne Grund sollte man innerhalb der Sichtweite anhalten können. Besonders wenn man die Strecke nicht kennt.
    An deiner Stelle würde ich mich freuen, dass nichts passiert ist, und es mir fürs nächste Mal eine Lehre sein lassen. Man lernt eben nie aus, auch nicht mit noch so viel Erfahrung.
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  7. rubbermuh

    rubbermuh

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    ........ prinzipiell richtig, das mit "zu schnell".
    Ich bin sicher kein Raser und bisher unfallfrei unterwegs. Das ABS hab' ich bisher nur ein Mal wirklich gebraucht: Regen, ich überhole einen PKW und reihe mich hinter einen Bus ein. Der Busfahrer meint es gut und bremst, weil er mich vor einem nahenden LKW noch vorbeilassen will. Und das auf einer 2,5-spurigen, breiten Straße. Wären Finger und Fuß nicht schon auf der Bremse gewesen - alte Gewohnheit - wäre ich trotz ABS im Bus geklebt.
    Wer hier mahnend das Wort ergreift hat entweder Mut, oder er gehört zu denen, deren Reifen 20.000km halten.
    Wie gesagt - zu schnell ist die richtige Diagnose; aber in diesem Fall wäre ich wohl auch "zu schnell" gewesen. Vor allem, wo hier die absolute Geschwindigkeit wohl gering war. Und da riskiere ich auch mal gerne etwas; mit 30km/h in die Wiese rutschen ist mir der "höhere Funfaktor" einfach wert. Die Querstraße ist halt blöd ;) ..... .

    Grüße,
    Andi