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Anlasser oder Batterie?

Dieses Thema im Forum 'Elektrik' wurde von vinduro gestartet, 3 September 2017.

  1. Eckart

    Eckart

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    Für den Erfolg eines zweiten Startversuchs nach dem Misserfolg eines ersten gibt es mehrere mögliche Erklärungen, von denen eine ist, dass sich die Leistung der Batterie mit der Temperatur erhöht. Duch den Stromfluss beim ersten Startversuch erwärmt sie sich und gibt nach der Erholung vom ersten Versuch beim zweiten Versuch mehr Leistung ab.
    Hinzu kommt natürlich, dass der erste Startversuch bereits Öl verteilt hat, sodass dafür auch etwas weniger Leistung nötig ist.
    In jedem Fall spricht das für eine altersschwache Batterie, wie ja in diesem Thread bereits mehrfach geäußert wurde.

    Eckart
  2. vinduro

    vinduro

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    Ich kenne das von meiner KTM Freeride 350, aber da hat es einen anderen technischen Hintergrund. Das Teil hat kein Zündschloß, da muß durch einen kurzen Druck auf den Starter die Elektronik aufgeweckt werden - erst beim zweiten Druck springt die Freeride dann an. Ist aber so "vorgesehen".

    Die Sache mit dem Öl ist bei mir vermutlich nicht der Fall gewesen, denn beim ersten Versuch ist der Kolben ja nicht mal über den Kompressions-OT gegangen, da wird vermutlich nicht viel Öl verteilt worden sein, sondern allenfalls eine günstigere Kolbenposition den Ausschlag gegeben haben. Das Problem trat ja auch beim warmgefahrenen Motor auf.

    In einem anderen Forum habe ich den Tipp gelesen, die Batteriekontakte zu säubern - die habe ich abgebürstet und mit neuem Polfett wieder angeschraubt. Das Problem mit dem vergeblichen ersten Versuch tritt jetzt nicht mehr auf, obwohl ich die Batterie nach den diversen Start- und Meßversuchen von Anfang der Woche nicht mehr geladen habe. D.h., der Motor dreht beim ersten Anlaßversuch anstandslos über den OT und springt gleich an, egal ob kalt oder auch während der Ausfahrt.

    Aber es stimmt natürlich, daß die Batterie ganz sicher ihre beste Zeit hinter sich hat und zum Austausch ansteht.
  3. Eckart

    Eckart

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    Das ist eine interessante technische Lösung, die ich noch nicht kannte, aber auch sonst wäre ich hier nicht darauf eingegangen, weil modellfremd und hier unpassend.

    Bei meiner früheren Einzylinder-F650 hatte ich bei schwierigen Startbedingungen oft den Motor durch Schieben im höchsten Gang einmal druchgedreht, um das Starten zu erleichtern und man kann mit einer passenden Stellung der Anlasser vor dem Totpunkt Schwung nehmen.

    Diesen Hinweis hatte ich übersehen, denn dann hätte natürlich als erstes der Hinweis kommen müssen
    Polfett ist ein Isolator, daher sollte man es sparsam verwenden. Ich habe auch den Hinweis gelesen, es erst nach dem Anschrauben der Pole aufzutragen.
    Dann war es das vielleicht. Natürlich addieren sich die Innenwiderstände von Batterie und Kontakten, sodass sich Schwachstellen bei einer alten Batterie eher zeigen als bei einer neuen. Immerhin hat meine erste Batterie rund 90000 km in rund 6 Jahren gehalten.

    Eckart
  4. vinduro

    vinduro

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    Ich vermute auch, daß es aus dieser Richtung kommt.