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Genickbruch-Schutz Neck Brace

Dieses Thema im Forum 'Motorradbekleidung und Helme' wurde von localhorst gestartet, 12 Februar 2011.

  1. flattwin2007

    flattwin2007

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    Sowas gibts auch bei den üblichen Verdächtigen zu kaufen .
    Obs jetzt unbedingt Ortema sein muss muss jeder für sich entscheiden .
    Aber alles ist besser als nix .

    Die NeckBrace hab ich mal auf ner Messe ausprobiert . Wäre mir zu umständlich .
  2. rubbermuh

    rubbermuh

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    Ich fahre seit Weihnachten mit dem Leatt. Überlegt habe ich schon länger, Auslöser war aber der Unfall bei "Wetten daß". Mangels Helm hätte dort zwar kein Neckbrace was geholfen, aber die Landesituation des Unglücklichen war der eines Motorradfahrers nach einem Abflug über ein Auto verdammt ähnlich. Nur daß dort eine rutschhemmende Gummimatte alles noch verschlimmert hat.
    Ich trage das Teil über der Jacke; drunter ist sinnlos - ein zugluft- und bienendichter Abschluß zum Hals wird dadurch unmöglich. Das geht beim Sporteinsatz, aber sicher nicht für den Alltag. Voraussetzung ist aber, daß der Rückenprotektor oben entsprechend gekürzt wird bzw. eine passende Protektorenjacke verwendet wird (z.B. von AlpineStars http://www.alpinestars.com/Bionic_Prote ... 50650.html).
    Neckbrace über Protektor führt zu falschem Sitz und den oft beschriebenen Problemen mit der Bewegungsfreiheit. Hier kommt aber heuer eine Straßenausführung raus, die seitlich im Bereich der Schulterblätter ansetzt und somit Platz für Höcker und Rückenprotektor läßt. Ob das dann nicht andere Probleme bringt, bleibt aber abzuwarten.
    In Verbindung mit Straßenhelmen - speziell mit den breiten und kugelförmigen Schuberth - kann ich mir ebenfalls vorstellen, daß die Bewegungsfreiheit nicht ausreicht. Mein Shoei Multitec geht grad noch, mit dem Airoh Crosshelm, den ich zu 95% verwende (auch im Winter, ich mag Luft im Gesicht :) ), kann ich mich bis zum einstellbaren Anschlag frei bewegen.
    An der Qualität des Leatt gibt's nichts auszusetzen; falls was kaputtgeht bekommt man alles extra zum Nachkaufen. Außerdem Leatt ist der einzige Hersteller, der glaubhaft lange Entwicklung nachweisen kann - ich greif nicht gerne zu abgekupferten Trittbrettfahrerkopien ;) ! Dazu ist mir mein Kragen zu heikel .... .
    Außerdem hat BMW sein eigenes Teil wieder vom Markt genommen und durch den Leatt ersetzt, KTM verkauft den Leatt als "KTM" - Schaut so aus, als wärs nicht so leicht, da was nachzubauen :mrgreen: . Und den AlpineStars Neckbrace hab' ich probiert - und gleich wieder weggelegt. Paßt nicht, hält nicht; da brauchst wirklich Gurten zum Festzurren - uninteressant! Der Leatt sitzt auch ohne Gurte tadellos; wer nicht FMX-Ambitionen hat, kann die getrost vergessen.

    Grüße,
    Andi
  3. kmueller_gs12

    kmueller_gs12

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    hatte diese getestet - gabs als abverkauf bei louis für 149 eur.

    wie hier schon gesagt wurde, wirds über der kleidung getragen.
    musste den größten versteller einbauen, saß dann schon gut - gewöhnung ist natürlich immer nötig.

    aber dann kam das problem - durch die jacke war es nun zu hoch - ich konnte meinen helm nicht mehr aufsetzen.

    es sieht so aus, als müsste man auf der straße mit tragen über der motorradjacke in jedem fall eins der teuren version nehmen, bei denen sich zusätzlich die höhe des kragens einstellen lässt.

    das wollte ich dann im sommer mal austesten.
    in jedem fall schon mal wichtig, sich mit diesem thema zu beschäftigen. bin auch durch den unfall bei wetten dass zu dem gedanken gekommen.

    klaus
  4. localhorst

    localhorst Administrator

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    da sieht man mal wie schnell sowas gehen kann :eek:

    hier ein interessanter bericht dazu: klick
  5. MX Mike

    MX Mike

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    Ich fahre den Leatt Brace schon seit über 2 Jahren - sowohl auf Strasse wie im Gelände. Wenn richtig eingestellt und der passenden Jacke (bei mir BMW Rallye) ist die Bewegungseinschränkung (Sicht seitlich) minimal. Beim Offroad Einsatz muss auf eine Leatt Brace kompatible Protektorenweste/Rückenprotektor geachtet werden.

    Letztendlich muss aber jeder selbst entscheiden, wieviel ihm der zusätzlich Schutz wert ist (Geldbeutel und evtl Bewegungseinschränkung).
  6. flattwin2007

    flattwin2007

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    Ich habe heute auf der Messe mit Doc Scholl ( ein Begriff ) gesprochen

    Er ist Mitglied in der FIM oder so und die haben eine Pressemitteilung vor noch garnicht langer Zeit heraus gegeben das sie das Neck Brace nicht mehr empfehlen , eigentlich genau das Gegenteil . Aber das dürfen die wohl so nicht öffentlich sagen . Es sind wohl Verletzungen auf Grund des Neck Brace im Falle eines Unfalls aufgetreten .

    Und jetzt kommts : in Amerika sind die Dinger sogar VERBOTEN worden .
  7. rubbermuh

    rubbermuh

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    Tod durch Verbrennen, weil der Fahrer angegurtet war! Fahrer nicht angehängt, aus dem Auto geschleudert und unverletzt! Vom Airbag erschlagen! .......... .
    Wer kennt nicht diese Schlagzeilen? Klar, auch der Neckbrace kann durchaus zur Todesursache werden, das ist völlig klar. Auch die Kombination Helm/Neckbrace kann hier eine große Rolle spielen. Der Dainese-Schutz z.B. spießt sich bei meinem Shoi Multitec hinten im Helm, wenn der Kopf nach hinten will - Folge wäre Tod durch abgerissene Schädelbasis. Mal was anderes als der ewige Schädelbasisbruch, aber ebenso ungesund.
    Wer auf Nummer sicher gehen will, soll den Neckbrace mitführen und im Fall des Falles beim Sturz schnell anlegen; dann kann man sich je nach Situation entscheiden :mrgreen: ..... .
    Übrigens: wie viele Tote gibt es jedes Jahr durch Helme? Wie oft wäre das Genick nicht gebrochen, wenn da nicht noch 1-1,5kg Zusatzgewicht am der Halswirbelsäule gezerrt hätten?
    Wer bei ADV-Rider unter Neckbrace sucht, wird einige Fahrer finden, die bereits Erfahrungen mit diesen Teilen sammeln konnten; u.a. ein Sturz mit einer KTM Adventure bei ca. 90km/h auf Schotter, Landung mit Helm voraus a'la "Wetten daß", Helmfoto im Fred dabei. Einziger Schaden: Brummschädel und kaputter Helm. Sonst Fahrer unbeschädigt. Wie das ohne Leatt ausgegangen wäre? Vielleicht genauso, aber der Fahrer ist anderer Meinung. Gut, er hätte es probieren sollen - aber wer denkt in so einer Situation schon an Wiederholung mit anderer Versuchsanordnung ;) ?
    Die Entwicklung hat erst angefangen, viel ist noch zu tun - aber grad der Leatt hat sich über längere Zeit entwickelt und bewährt. Ich trage ihn, und wenn's nix hilft, dann war's den Versuch wert. Dafür hab' ich auch nur 1kg Helm am Kopf - wieder 0,5kg weiter vom Tod entfernt :twisted: !

    Wie heißt's so schön? Wo viel Licht ist, gibt's auch Schatten. Und grad die Amis sind ja Meister in hysterischen Reaktionen. Ob das vom ewigen Waffentragen kommt :mrgreen: ?

    Grüße,
    Andi