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Getrieberitzel

Dieses Thema im Forum 'Technik' wurde von MBj gestartet, 15 Oktober 2008.

  1. MBj

    MBj

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    Hallo,

    hatte hier schon jemand das Getrieberitzel (Kettenrad vorne) gewechselt?
    Ich will mir gerne eines mit 16 Zähnen (17 ist normal) einbauen.
  2. Doc Holliday

    Doc Holliday

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    Gewechselt habe ich schon viele, aber noch nicht an der GS.
  3. MBj

    MBj

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    Naja, mir gehts ja nicht ums wechseln ansich ;)
    sondern um die Erfahrung mit einem Zahn weniger.
  4. Doc Holliday

    Doc Holliday

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    Die Drehzahl steigt im Verhältnis zur Geschwindigkeit und Gangstufe. Der Spritverbrauch steigt. Es wird auf der Dosenbahn lauter.
    Ich hab das mal an meiner ollen Bandit gemacht. Mein Bruder hatte die gleiche und im Verhältnis habe ich immer gut einen Liter mehr verbraucht. Die Drehzahl war im letzten Gang unangemessen. Rückblickend habe ich kaum einen Vorteil gesehen. Klar, im engsten Kurvenverlauf war es gut und hat vielleicht den ein oder anderen Gangwechsel erspart aber die Nachteile überwiegen. Mal ganz davon abgesehen, dass ich ganz gerne schalte.
  5. Der Bär

    Der Bär

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    Ein Wechsel des Ritzels für die 650er ist mehr als sinnvoll, nur eben leider nicht erlaubt... :roll:
    Dabei reicht der Wechsel vom originalen 17er Ritzel auf ein 16er Ritzel völlig aus. :cool: 16er Ritzel gibt es übrigens sowohl bei BMW selbst, da werden sie ja bekanntermaßen für die 800er verwendet, andererseits kann man sie z.B. bei TT oder Wunderlich ordern.
    Der Wechsel geht völlig problemlos von statten: Kette am Hinterrad entspannen (Schrauben jeweils ganz reindrehen, Achse aufschrauben, Hinterrad nach vorne schieben und dann die Ritzelabdeckung abschrauben und das Ritzel selbst abschrauben.
    Je nach Zustand (Rost) sitzt das Ritzel bombenfest oder es läßt sich sehr leicht lösen. Falls es fest sitzt, keinesfalls mit Hammerschlägen versuchen das Ritzel zu lösen, sondern mit einem Abzieher das Ritzel abnehmen (So steht es übrigens auch in der Reparatur-Anleitung von BMW).
    Neues Ritzel draufsetzen, mittelfesten Schraubenlack zur Schraubensicherung verwenden und in umgekehrter Reihenfolge alles wieder montieren. Kann also jeder. :D
    Die 650er fährt sich mit dem kürzeren Ritzel wie ausgewechselt! :!: Spritzig, besser noch als die 800er mit normaler Übersetzung, endlich kann man die "Üblichen" Gänge verwenden, auch z.B. einen (engeren) Kreisverkehr im 2. Gang fahren, muss in engen Kehren nicht die Kupplung schleifen lassen und kann gelassen im 4. statt im 3. Gang in der Stadt das Bike rollen lassen. :cool:
    Daneben Steigt(!) die Höchstgeschwindigkeit. Ja, obwohl das Bike dann kürzer übersetzt ist, hat es eine höhere Höchstgeschwindigkeit. Liegt daran, dass die Übersetzung bei 189km/h Höchstgeschwindigkeit auf 236 km/h ausgelegt ist und dem Bike einfach Power fehlt... Durch die kürzere Übersetzung ist eben mehr von der Power am Hinterrad zur Verfügung und somit steigt die Höchstgeschwindigkeit trotz kürzerer Übersetzung. Mit GPS gemessen sind es 196 km/h (Tacho ca. 209) mit flatternder Endurobekleidung, höhergelegtem Lenker und aufrechter Sitzposition sowie etwas Übergewicht. Ein Fahrer mit Jockeystatur und Lederkombi sollte locker echte 200 km/h hinbekommen.
    Bleibt die Frage nach dem Durst. Von der theoretischen Seite aus betrachtet ist ja klar, dass der Spritkonsum steigt. In der Praxis sieht es etwas differenzierter aus. Klar ist, wer die gewonnene Dynamik voll ausnutzt, der wird auch mit einem höheren Verbrauch bestraft. :( Wer aber nur die Vorteile im Betrieb nutzen möchte, ohne spritziger unterwegs zu sein, der kann eine andere Rechnung aufmachen. Zunächst dreht der Motor bei gleicher Geschwindigkeit im gleichen Gang höher als länger übersetzt, benötigt also mehr Benzin. Da aber bei gleicher Geschwindigkeit sehr oft ein höherer Geng verwendet werden kann, sinkt die Drehzahl, was einen geringeren Verbrauch bedeutet. So wird eben in der Stadt mit der kürzeren Übersetzung häufig der 4. Gang eingelegt, statt vorher der 3. oder außerorts wird auch der 6. Gang verwendet, statt diesen nur für die Autobahn zu lassen... Quintessenz: Der Verbrauch wird wenn überhaupt, dann nur minimal steigen! :D
    Also gibt es NUR Vorteile einer kürzeren Übersetzung! :cool: Mit eben dem bekannten Nachteil, nämlich der Illegalität. :eek:
    Deshalb hier auch der Hinweis für alle mitlesenden Versicherungsfuzzis, Staatsdiener, TÜV-Inspektoren und sonstigen Denunzianten: Ich fahre selbstverständlich korrekt mit dem 17er Ritzel. :lol:
    Nebenbei: Die Ritzelabdeckung geht nicht über das ganze Ritzel, es bleibt ein kleiner Teil frei. Und durch diesen freien Teil kann man etwas lesen: Die Anzahl der Zähne ist nälich auf dem Ritzel eingeschlagen... :roll:
  6. Doc Holliday

    Doc Holliday

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    Dafür hast Du den Umbau und die Konsequenzen sehr schön beschrieben. :lol: :lol: :lol:
  7. Der Bär

    Der Bär

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    Danke. :cool:
    Aber sag mal, hast du etwa kein eigenes Grundstück, auf dem du Fahrversuche unternehmen kannst? :eek:

    Natürlich wäre ich superfroh, wenn mir jemand mitteilen würde, Dass bei der XY Prüfstelle in Pusemuckel der Sachverständige Maier-Müller-Schulze die Eintragung eines anderen Ritzels vornimmt, weil er die entsprechenden Toleanzen ausschöpft und somit nicht kleinlicher als der Papst ist. Dann könnte ich wieder mein kleines 16er Ritzel aus dem Keller holen und montieren, weil die Vorteile eben ganz klar Überwiegen! :D Meine erwähnte Lenkererhöhung ist ja selbstverständlich auch eingetragen. :roll: An meinem letzten Bike hatte ich auch brav meine Stahlflex-Bremsleitungen eintragen lassen... Es ist zwar schon doof, dass man immer wieder so gehänselt wird, dennoch lohnt es sich eben nicht, einfach mal so mit unerlaubtem Zubehör zu fahren. Selbes Thema gilt auch für die Reifen. Ich hasse Reifenbindungen, bin doch selber groß und andere Hersteller lassen einem ja auch die Freiheit... :???: