Diese Seite benutzt Cookies. Wenn Sie damit nicht einverstanden sind dann verlassen Sie sofort diese Seite.

Kettenschlagen

Dieses Thema im Forum 'Kette & Antrieb' wurde von mopedmigeo gestartet, 23 April 2017.

  1. mopedmigeo

    mopedmigeo

    Registriert seit:
    11 Februar 2015
    Beiträge:
    33
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Leutkirch
    Moped:
    800GS
    Farbe:
    schwarzgelb
    Laufleistung km:
    63.579
    Servuzz Mädels und Jungs,

    gestatte meiner Kette max. Kettendurchhang, sprich 45mm. Im Schiebebetrieb gibt die Kette bei niedriger Drehzahl ein rappeliges Geräusch von sich. Ich gehe mal davon aus, dass dann die Kette gegen die Gleitschiene aus Kunststoff schlägt. Kennst Du das auch? Was kann man machen, außer die Kette stärker spannen? Das will ich nicht, um das Antriebslager nicht unnötig zu belasten.
    Wenn es jemand gibt, der schmerzbefreit seine GoPro verleihen kann, würde ich die gerne haben. Erstens um die Kettengeschichte aufzunehmen. Zweitens um mal zu sehen, wie weit mein Seitenständer in Kurven von der Straße entfernt ist. Hatte da vor zwei Jahren ein ungutes Erlebnis und bin mittlerweile beim Kurven fahren schon wieder recht weit unten. Versand und Ausleihgebühr zahle ich selbst verständlich.
    Grüße aus dem vorfrühlingshaften Allgäu, Michael
  2. Eckart

    Eckart

    Registriert seit:
    1 Juni 2011
    Beiträge:
    217
    Zustimmungen:
    53
    Ort:
    Berlin
    Moped:
    F800GS
    Laufleistung km:
    100000
    Hallo Michael,
    Der Kettendurchhang ist ja vorgeschrieben und steht daher grundsätzlich nicht zur Disposition. Die Einstellvorschrift für den Kennendurchhang im Stand soll erreichen, dass es im Fahrbetrieb (also bei Einfederung) niemals zu einer Überspannung kommt, denn das würde Kette und Lager stark belasten. Eine zu geringe Spannung wiederum erhöht die Gefahr eines Abspringens und führt allgemein zu Unregelmäßigkeiten vor allem bei geringer Last oder Lastwechseln wie dem beobachteten Schlagen:
    Beim Prüfen des Kettendurchhangs muss man mehrere Stellungen der Antriebskette prüfen, d. h. Rad etwas weiterdrehen, Kette messen usw. mehrmals bis die Kette einmal umgelaufen ist. Die Vorgaben für den Durchhang gelten für die die strammste Stelle und eigentlich sollte der vorgegebene Toleranzbereich dann auch an der losesten Stelle noch eingehalten sein, andernfalls ist die Kette ungleichmäßig gelängt und müsste ersetzt werden - das als Antwort auf die Frage, was man tun kann.

    Mit einer Kamera kann ich nicht dienen, aber für das Kettenproblem ist das auch nicht nötig, denn die Kette macht sich ja offenbar ausreichend deutlich bemerkbar.

    In der Bedienungsanleitung ist das Verschleißkriterium ja illustriert, d. h. nicht nur der Einstellbereich der Kettenspanner setzt die Grenze. Stellst Du eine zu ungleichmäßige Längung fest, ist ein Ersatz auch unabhängig von den anderen Verschleißkriterien nötig.

    Ist die Längung nicht ungleichmäßig, könnten festgegangene Kettenglieder den unsauberen Lauf auslösen oder einfach eine gar zu niedertourige Fahrweise. Dass die Kette aber gar keine Geräusche macht, würde ich auch nicht erwarten und eine all zu strenge Auslegung der Kriterien bei ersten Kettengeräuschen würde einen verfrühten Ersatz bedeuten.

    Zur Seitenständerfrage kann ich mich leider nicht äußern, denn ich hatte da noch keine Probleme.

    Eckart